Wegen Überschreitung der Theoretischen Nutzungsdauer, insbesondere aber wegen des schlechten Zustandes trotz der Rekonstruktionsmaßnahmen war ein Ersatzneubau der zweigleisigen Strecke Elmshorn – Westerland (Sylt) erforderlich.
Das Ursprungsbauwerk ist 1910 erbaut und war als zwei eingleisige, parallele liegende Brücken über drei Felder konstruiert. Bestehend aus einer Klappbrücke (WL-Nord) und 3 Fachwerken (von Pfeiler I nach Pfeiler II und zum WL-Süd). Nachdem beschlossen wurde, die vorhandenen Überbauten durch Neubauten zu ersetzen, wurde von der DB ProjektBau GmbH, Regionalbereich Nord und dem Ingenieurbüro DB International die Ausschreibung für den Neubau vorbereitet.
Im Mai 2009 erfolgte von der DB ProjektBau GmbH, Regionalbereich Nord die Auftragserteilung an die Arbeitsgemeinschaft Erneuerung der EÜ Stör/ Itzehoe; bestehend aus den Firmen:
Fr. Holst (GmbH & Co. KG) und Eiffel Deutschland Stahltechnologie GmbH
Bei den neuen Stahlüberbauten handelt es sich um eingleisige geschweißte Stabbogen mit unten liegender Fahrbahn und Bogenquerriegeln, durchgehenden Schottertrog und innen liegendem Dienstgehweg. Der Versteifungsträger ist ein Vollwandträger. Die Bögen sind Hohlkästen mit Flachstahlhängern. Die Fahrbahntafel ist geschlossen, mit Querrippen ohne Längssteifen.
Für die Fertigung und Planung standen 22 Monate zur Verfügung.
Im 1. Bauabschnitt wird der Bestand des Überbaues Ost demontiert, die Widerlager Nord und Süd hergestellt. Die Bestandswiderlager abgebrochen bzw. überbaut. Nach der Inbetriebnahme des neuen Überbau Ost, wir mit dem Bestand von Überbau West genauso verfahren. Die Pfeiler werden nach der Inbetriebnahme des 2. Überbaues abgebrochen.
Die Montage, der Verschub und das Abstapeln in Endlage erfolgte ohne eine Vollsperrung des Zugverkehrs.